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FAIR FASHION

June 6, 2017

in einer welt, in der sich gefühlt alles um selbstverwirklichung und selbstdarstellung dreht vergessen wir zu oft, wer uns einen teil dieser darstellung überhaupt ermöglicht. oder vergessen wir nicht, sondern sind einfach nicht daran interessiert? weißt du, was und noch wichtiger wer sich hinter deinen kleidungsstücken verbirgt? ich muss sagen, ich wusste es nicht.

 

bilder von unterbezahlten näherinnen, die unter menschenunwürdigen umständen kleidungsstücke europäischer modeketten nähen sind spätestens seit dem einsturz eines fabrikgebäudes in bangladesch 2013 irgendwo in meinem unterbewusstsein angelangt. verdrängung, mode-vergnügen und ignoranz verhinderten jedoch lange, dass diese sich durchsetzten.

 

die dokumentation „the true cost“ führte mir die absurdität vor augen, dass menschen für meinen stil und mein vergnügen leiden. aussehen auf kosten anderer. outfits, durch die ich mich schöner fühlte, produziert von ausgebeuteten frauen. niedrige preise, die mich zum kaufen verleiteten, zum preis der gesundheit von teenagern.

 

von da an gab es für mich keine andere möglichkeit als die, verantwortung zu übernehmen! ich durfte lernen, dass meine kaufentscheidungen weitreichendere folgen haben als mir bewusst war und dass viele (superstylishe!) alternativen vorhanden sind. ich möchte mein herzensanliegen und meine lernprozesse von nun an mit euch teilen.

 

 

dokumentation "the true cost"

 

die hose und das oberteil sind von der marke "fridaysproject", deren headquarter sich in barcelona befindet und die ausschließlich in spanien und portugal produzieren.  schön ist, dass die kleidungsstücke aus wirklich wenigen aber qualitativ hochwertigen  natürlichen, organischen oder recycelten materialien hergestellt werden damit sie längstmöglich halten.

 

 

 

 

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